Serie Sandige Strukturen
Ostsee-Strand #7
5/2023, Acrylfarbe, Ostsee-Sand und Marmormehl auf Malpappe, 60 x 80 cm
Ostsee-Strand #6
5/2023, Acrylfarbe, Ostsee-Sand und Marmormehl auf Leinwand, 50 x 50 cm
Ostsee-Strand #3, #4 und #5
5/2023, Acrylfarbe, Fliesenkleber und Marmormehl auf Leinwand, 20 x 20 cm
Ostsee-Strand #1
5/2023, Acrylfarbe, Fliesenkleber und Marmormehl auf Leinwand, 50 x 50 cm
Ostsee-Strand #2
5/2023, Acrylfarbe, Fliesenkleber und Marmormehl auf Leinwand, 50 x 50 cm
Ostsee-Sand #7
5/2023, Acrylfarbe und Ostsee-Sand auf Leinwand, 50 x 50 cm
Bildbeschreibung:
„Ostsee-Sand #8“ (2023) präsentiert sich als kraftvolle, farbintensive Arbeit innerhalb der Serie. Die quadratische Leinwand wird von einem komplexen Geflecht aus Sandstrukturen, Pigmentverdichtungen und lasierenden Farbschichten durchzogen. Anders als die eher atmosphärisch-kühlen Werke der Reihe dominieren hier warme Rot-, Korall-, Kupfer- und Violetttöne, die mit dunklen Blau-, Petrol- und Anthrazitflächen kontrastieren.
Die Komposition wird von einem breiten horizontalen Band bestimmt, das sich durch die Bildmitte zieht und die Fläche in zwei unterschiedlich gewichtete Zonen gliedert. Darüber schweben dunkle, kreisförmige Verdichtungen, die wie Blasen, Zellen oder Himmelskörper wirken. Die Reliefstruktur des Sandes erzeugt eine lebendige Oberfläche, deren Details sich erst bei näherer Betrachtung vollständig erschließen. Das Werk wirkt gleichermaßen geologisch, kosmisch und organisch.
Die Komposition wird von einem breiten horizontalen Band bestimmt, das sich durch die Bildmitte zieht und die Fläche in zwei unterschiedlich gewichtete Zonen gliedert. Darüber schweben dunkle, kreisförmige Verdichtungen, die wie Blasen, Zellen oder Himmelskörper wirken. Die Reliefstruktur des Sandes erzeugt eine lebendige Oberfläche, deren Details sich erst bei näherer Betrachtung vollständig erschließen. Das Werk wirkt gleichermaßen geologisch, kosmisch und organisch.
Künstlerin-Statement:
Ostsee-Sand #8 entstand aus meiner Beschäftigung mit den Spuren natürlicher Prozesse. Für dieses Werk habe ich Ostsee-Sand durch rhythmisches Klopfen auf die Leinwand verteilt und die entstandenen Strukturen anschließend mit transparenten Acryl-Lasuren überarbeitet.
Mich interessiert die Eigenständigkeit des Materials und die Frage, wie aus einfachen natürlichen Elementen komplexe Bildräume entstehen können. Die warmen Farbklänge und die reliefartige Oberfläche erinnern an geologische Formationen, Küstenlandschaften oder organische Strukturen. Das Werk lädt dazu ein, zwischen Nähe und Distanz immer neue Assoziationen zu entdecken.
Mich interessiert die Eigenständigkeit des Materials und die Frage, wie aus einfachen natürlichen Elementen komplexe Bildräume entstehen können. Die warmen Farbklänge und die reliefartige Oberfläche erinnern an geologische Formationen, Küstenlandschaften oder organische Strukturen. Das Werk lädt dazu ein, zwischen Nähe und Distanz immer neue Assoziationen zu entdecken.
Bildinterpretation:
„Ostsee-Sand #8“ wirkt wie eine Verdichtung natürlicher Energie. Die warme Farbpalette erinnert an:
Sonnenuntergänge über dem Meer, oxidierte Mineralien, vulkanische Prozesse, Korallenriffe, geologische Schichtungen. Während die früheren Werke der Serie stärker von Ruhe und Weite geprägt sind, besitzt „#8“ eine deutlich höhere emotionale Temperatur. Das Bild scheint von Transformationsprozessen zu erzählen.
Die Oberfläche vermittelt den Eindruck eines Zustands zwischen Entstehen und Vergehen. Strukturen bilden sich, lösen sich auf und organisieren sich neu. Dadurch entsteht ein Bild, das Natur nicht als statischen Zustand zeigt, sondern als permanenten Wandel. Im übertragenen Sinn kann das Werk auch als Metapher für Erinnerung verstanden werden: Fragmente, Spuren und Verdichtungen lagern sich übereinander und bilden neue Zusammenhänge.
Sonnenuntergänge über dem Meer, oxidierte Mineralien, vulkanische Prozesse, Korallenriffe, geologische Schichtungen. Während die früheren Werke der Serie stärker von Ruhe und Weite geprägt sind, besitzt „#8“ eine deutlich höhere emotionale Temperatur. Das Bild scheint von Transformationsprozessen zu erzählen.
Die Oberfläche vermittelt den Eindruck eines Zustands zwischen Entstehen und Vergehen. Strukturen bilden sich, lösen sich auf und organisieren sich neu. Dadurch entsteht ein Bild, das Natur nicht als statischen Zustand zeigt, sondern als permanenten Wandel. Im übertragenen Sinn kann das Werk auch als Metapher für Erinnerung verstanden werden: Fragmente, Spuren und Verdichtungen lagern sich übereinander und bilden neue Zusammenhänge.
Kunsthistorische Betrachtung:
Mit „Ostsee-Sand #7“ erweitert Heike Kirsch ihre Serie materialbasierter Landschaftsabstraktionen um eine ausgesprochen farbintensive Position. Die Arbeit verbindet sedimentartige Oberflächenstrukturen mit einer differenzierten Lasurmalerei, die geologische und organische Bildwelten evoziert.
Besonders die horizontale Komposition und die warme, mineralisch anmutende Farbigkeit verleihen dem Werk eine ungewöhnliche Präsenz. Kirsch gelingt es, die physische Realität des Materials mit einer offenen, assoziativen Bildsprache zu verbinden. Die Arbeit steht damit in der Tradition prozesshafter Malerei, entwickelt jedoch durch die unmittelbare Einbindung von Ostsee-Sand eine eigenständige zeitgenössische Handschrift.
Kunsthistorische Betrachtung:
Mit der Werkreihe „Ostsee-Sand“ untersucht Heike Kirsch die Schnittstelle zwischen natürlichem Material und malerischem Prozess. Der verwendete Ostsee-Sand fungiert dabei nicht lediglich als strukturgebendes Medium, sondern als Träger einer ortsgebundenen Erinnerung.
In „Ostsee-Sand #5“ entstehen durch Streuung, Schwerkraft und lasierende Farbüberlagerungen Bildräume, die zwischen Landschaftsabstraktion und materieller Spur oszillieren. Die Arbeit knüpft an Traditionen des Informel und der prozesshaften Kunst an, entwickelt jedoch durch die unmittelbare Einbindung des Naturmaterials eine eigenständige zeitgenössische Position.
Ostsee-Sand #6
5/2023, Acrylfarbe und Ostsee-Sand auf Leinwand, 50 x 50 cm
Bildbeschreibung:
„Ostsee-Sand #6“ (2023) ist ein quadratisches Werk im Format 50 × 50 cm, das durch die Verbindung von natürlichem Ostsee-Sand und transparenten Acryl-Lasuren entsteht. Die Bildfläche wird von einer dichten, reliefartigen Struktur überzogen, deren Muster durch das Aufklopfen des Sandes auf die Leinwand entstanden sind.
Im Zentrum verdichten sich dunkle Blau-, Grau- und Petroltöne zu einer wolkenartigen Formation, die sich dynamisch über die Bildfläche ausbreitet. Von dort aus verlaufen organisch wirkende Strukturen in verschiedene Richtungen. Die hellen Bereiche der Leinwand bilden einen atmosphärischen Gegenpol und lassen die dunkleren Zonen beinahe schweben.
Die Oberfläche erinnert an geologische Ablagerungen, Luftaufnahmen von Küstengebieten, Korallenformationen oder mikroskopische Organismen. Die Materialität des Sandes bleibt trotz der Farbüberlagerungen deutlich sichtbar und verleiht dem Werk eine starke physische Präsenz.
„Ostsee-Sand #6“ (2023) ist ein quadratisches Werk im Format 50 × 50 cm, das durch die Verbindung von natürlichem Ostsee-Sand und transparenten Acryl-Lasuren entsteht. Die Bildfläche wird von einer dichten, reliefartigen Struktur überzogen, deren Muster durch das Aufklopfen des Sandes auf die Leinwand entstanden sind.
Im Zentrum verdichten sich dunkle Blau-, Grau- und Petroltöne zu einer wolkenartigen Formation, die sich dynamisch über die Bildfläche ausbreitet. Von dort aus verlaufen organisch wirkende Strukturen in verschiedene Richtungen. Die hellen Bereiche der Leinwand bilden einen atmosphärischen Gegenpol und lassen die dunkleren Zonen beinahe schweben.
Die Oberfläche erinnert an geologische Ablagerungen, Luftaufnahmen von Küstengebieten, Korallenformationen oder mikroskopische Organismen. Die Materialität des Sandes bleibt trotz der Farbüberlagerungen deutlich sichtbar und verleiht dem Werk eine starke physische Präsenz.
Künstlerin-Statement:
Ostsee-Sand #6 entstand aus meiner Auseinandersetzung mit den natürlichen Kräften von Wind, Wasser und Zeit. Für dieses Werk habe ich Ostsee-Sand durch rhythmisches Klopfen auf die Leinwand verteilt und die entstandenen Strukturen anschließend mit transparenten Acryl-Lasuren verdichtet.
Mich fasziniert die Eigenlogik des Materials. Die feinen Reliefs erinnern an Strömungen, Küstenformationen oder mikroskopische Lebensformen und entwickeln je nach Betrachtungsabstand immer neue Bilder. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Naturprozess und künstlerischer Gestaltung.
Ostsee-Sand #6 entstand aus meiner Auseinandersetzung mit den natürlichen Kräften von Wind, Wasser und Zeit. Für dieses Werk habe ich Ostsee-Sand durch rhythmisches Klopfen auf die Leinwand verteilt und die entstandenen Strukturen anschließend mit transparenten Acryl-Lasuren verdichtet.
Mich fasziniert die Eigenlogik des Materials. Die feinen Reliefs erinnern an Strömungen, Küstenformationen oder mikroskopische Lebensformen und entwickeln je nach Betrachtungsabstand immer neue Bilder. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Naturprozess und künstlerischer Gestaltung.
Bildinterpretation:
„Ostsee-Sand #6“ erscheint wie die Visualisierung eines natürlichen Entstehungsprozesses. Die zentrale dunkle Formation erinnert an eine Inselgruppe aus der Vogelperspektive, einen Meeresstrom, eine Wolkenbildung, eine geologische Formation oder einen mikroskopischen Organismus. Gerade diese Mehrdeutigkeit macht die Stärke des Werkes aus.
Die Arbeit bewegt sich an der Grenze zwischen Kontrolle und Zufall. Die Künstlerin initiiert den Prozess, überlässt aber wesentliche Entscheidungen dem Material selbst. Dadurch wird die Natur nicht dargestellt, sondern wirkt aktiv an der Bildentstehung mit. Das Werk kann als Reflexion über natürliche Selbstorganisation verstanden werden. Es zeigt, wie Ordnung aus scheinbar zufälligen Vorgängen entsteht.
Inhaltlich berührt die Arbeit Themen wie Zeit, Transformation, Vergänglichkeit, Landschaft, Erinnerung und Materialität.
„Ostsee-Sand #6“ erscheint wie die Visualisierung eines natürlichen Entstehungsprozesses. Die zentrale dunkle Formation erinnert an eine Inselgruppe aus der Vogelperspektive, einen Meeresstrom, eine Wolkenbildung, eine geologische Formation oder einen mikroskopischen Organismus. Gerade diese Mehrdeutigkeit macht die Stärke des Werkes aus.
Die Arbeit bewegt sich an der Grenze zwischen Kontrolle und Zufall. Die Künstlerin initiiert den Prozess, überlässt aber wesentliche Entscheidungen dem Material selbst. Dadurch wird die Natur nicht dargestellt, sondern wirkt aktiv an der Bildentstehung mit. Das Werk kann als Reflexion über natürliche Selbstorganisation verstanden werden. Es zeigt, wie Ordnung aus scheinbar zufälligen Vorgängen entsteht.
Inhaltlich berührt die Arbeit Themen wie Zeit, Transformation, Vergänglichkeit, Landschaft, Erinnerung und Materialität.
Kunsthistorische Betrachtung:
Mit „Ostsee-Sand #6“ führt Heike Kirsch ihre Untersuchung materialbasierter Bildprozesse konsequent fort. Die Arbeit verbindet natürliche Sedimentstrukturen mit den Mitteln zeitgenössischer abstrakter Malerei.
Die reliefartige Oberfläche erzeugt Bildräume, die zugleich an geologische Formationen, maritime Landschaften und mikroskopische Strukturen erinnern. Die Künstlerin nutzt den Ostsee-Sand nicht als dekoratives Material, sondern als aktiven Mitgestalter des Werkes. Dadurch entsteht eine Bildsprache, die zwischen Naturbeobachtung, Prozesskunst und abstrakter Malerei vermittelt.
Ostsee-Sand #5
5/2023, Acrylfarbe und Ostsee-Sand auf Leinwand, 50 x 50 cm
Bildbeschreibung:
„Ostsee-Sand #5“ (2023) ist ein quadratisches Werk im Format 50 × 50 cm. Die Oberfläche wird von einer fein strukturierten Sandschicht geprägt, die durch ein rhythmisches Klopfverfahren auf die Leinwand aufgebracht wurde. Die Körnung erzeugt ein dichtes Feld aus Punkten, Inseln, Verdichtungen und fließenden Linienformationen.
Farblich dominiert eine zurückhaltende, atmosphärische Palette aus kühlen Blau- und Grautönen sowie warmen Rosé-, Beige- und Ocker-Nuancen. Im oberen rechten Bereich verdichtet sich ein intensives Ultramarinblau, das sich weich in die umliegenden Farbzonen auflöst. Diagonal verlaufende Strukturen durchziehen das Bild und erzeugen eine subtile Bewegung. Die Oberfläche erscheint zugleich geologisch, organisch und meteorologisch.
Durch die lasierende Farbgebung bleibt die Materialität des Ostsee-Sandes sichtbar. Licht und Schatten brechen sich auf den Erhebungen der Körner und verleihen dem Werk eine lebendige, beinahe schwebende Räumlichkeit.
„Ostsee-Sand #5“ (2023) ist ein quadratisches Werk im Format 50 × 50 cm. Die Oberfläche wird von einer fein strukturierten Sandschicht geprägt, die durch ein rhythmisches Klopfverfahren auf die Leinwand aufgebracht wurde. Die Körnung erzeugt ein dichtes Feld aus Punkten, Inseln, Verdichtungen und fließenden Linienformationen.
Farblich dominiert eine zurückhaltende, atmosphärische Palette aus kühlen Blau- und Grautönen sowie warmen Rosé-, Beige- und Ocker-Nuancen. Im oberen rechten Bereich verdichtet sich ein intensives Ultramarinblau, das sich weich in die umliegenden Farbzonen auflöst. Diagonal verlaufende Strukturen durchziehen das Bild und erzeugen eine subtile Bewegung. Die Oberfläche erscheint zugleich geologisch, organisch und meteorologisch.
Durch die lasierende Farbgebung bleibt die Materialität des Ostsee-Sandes sichtbar. Licht und Schatten brechen sich auf den Erhebungen der Körner und verleihen dem Werk eine lebendige, beinahe schwebende Räumlichkeit.
Künstlerin-Statement:
Meine Arbeiten entstehen aus dem Dialog zwischen Material, Zufall und Wahrnehmung. Mich interessiert nicht die Abbildung von Landschaft, sondern die Frage, wie sich Landschaft als Erinnerung, Spur und Erfahrung im Bild manifestieren kann.
In der Serie „Ostsee-Sand“ arbeite ich mit Sand, den ich an der Ostseeküste in Kellenhusen (SH) gesammelt habe. Durch das Klopfen auf die Leinwand entstehen Strukturen, die weder vollständig kontrolliert noch dem Zufall überlassen sind. Anschließende Lasuren verdichten die Oberfläche und eröffnen atmosphärische Bildräume.
Der Sand trägt seine eigene Geschichte in sich – geformt von Wind, Wasser und Zeit. Meine Arbeit versteht sich als Versuch, diese Prozesse sichtbar zu machen und den Blick auf die oft übersehenen Spuren der Natur zu lenken. Zwischen Materialität und Imagination entstehen Bilder, die weniger einen Ort beschreiben als eine Erfahrung von Landschaft.
Meine Arbeiten entstehen aus dem Dialog zwischen Material, Zufall und Wahrnehmung. Mich interessiert nicht die Abbildung von Landschaft, sondern die Frage, wie sich Landschaft als Erinnerung, Spur und Erfahrung im Bild manifestieren kann.
In der Serie „Ostsee-Sand“ arbeite ich mit Sand, den ich an der Ostseeküste in Kellenhusen (SH) gesammelt habe. Durch das Klopfen auf die Leinwand entstehen Strukturen, die weder vollständig kontrolliert noch dem Zufall überlassen sind. Anschließende Lasuren verdichten die Oberfläche und eröffnen atmosphärische Bildräume.
Der Sand trägt seine eigene Geschichte in sich – geformt von Wind, Wasser und Zeit. Meine Arbeit versteht sich als Versuch, diese Prozesse sichtbar zu machen und den Blick auf die oft übersehenen Spuren der Natur zu lenken. Zwischen Materialität und Imagination entstehen Bilder, die weniger einen Ort beschreiben als eine Erfahrung von Landschaft.
Bildinterpretation:
„Ostsee-Sand #5“ kann als Sichtbarmachung natürlicher Prozesse verstanden werden. Die Künstlerin gibt einen Teil der Bildgestaltung an das Material selbst ab. Das Klopfen erzeugt keine vollständig kontrollierbare Ordnung, sondern erlaubt dem Sand, eigene Strukturen auszubilden.
Das Werk thematisiert damit die Zusammenarbeit von künstlerischer Intention und natürlichem Verhalten des Materials.
Die Bildoberfläche erinnert an Spuren von Wind, Wasser und Zeit. Die lasierenden Farben verstärken den Eindruck von Erinnerung und Vergänglichkeit. Das Werk erscheint wie ein Fragment einer Landschaft, die gleichzeitig aus großer Höhe und aus mikroskopischer Nähe betrachtet werden könnte.
In diesem Spannungsfeld zwischen Makro- und Mikrokosmos entwickelt sich eine kontemplative Qualität. Das Bild erzählt nicht von einem bestimmten Ort an der Ostsee, sondern von den Prozessen, die Landschaft überhaupt hervorbringen.
Man könnte das Werk daher als poetische Untersuchung von Zeit, Natur und Material verstehen.
„Ostsee-Sand #5“ kann als Sichtbarmachung natürlicher Prozesse verstanden werden. Die Künstlerin gibt einen Teil der Bildgestaltung an das Material selbst ab. Das Klopfen erzeugt keine vollständig kontrollierbare Ordnung, sondern erlaubt dem Sand, eigene Strukturen auszubilden.
Das Werk thematisiert damit die Zusammenarbeit von künstlerischer Intention und natürlichem Verhalten des Materials.
Die Bildoberfläche erinnert an Spuren von Wind, Wasser und Zeit. Die lasierenden Farben verstärken den Eindruck von Erinnerung und Vergänglichkeit. Das Werk erscheint wie ein Fragment einer Landschaft, die gleichzeitig aus großer Höhe und aus mikroskopischer Nähe betrachtet werden könnte.
In diesem Spannungsfeld zwischen Makro- und Mikrokosmos entwickelt sich eine kontemplative Qualität. Das Bild erzählt nicht von einem bestimmten Ort an der Ostsee, sondern von den Prozessen, die Landschaft überhaupt hervorbringen.
Man könnte das Werk daher als poetische Untersuchung von Zeit, Natur und Material verstehen.
Ostsee-Sand #4
5/2023, Acrylfarbe und Ostsee-Sand auf Leinwand, 50 x 50 cm
Ostsee-Sand #3
5/2023, Acrylfarbe und Ostsee-Sand auf Leinwand, 50 x 50 cm
Ostsee-Sand #2
5/2023, Acrylfarbe, Fliesenkleber, Marmormehl und Ostsee-Sand auf Leinwand, 80 x 80 cm
Ostsee-Sand #1
5/2023, Acrylfarbe, Marmormehl und Ostsee-Sand auf Leinwand, 80 x 80 cm
Text zur Serie "Sandige Strukturen"
Nach den Acryl-Reliefen vom April 2023 habe ich im Rahmen eines 3-tägigen Kurses in Kellenhusen das Arbeiten mit Strukturmitteln kennengelernt, die ich vor dem Verarbeiten von Acrylfarbe direkt auf die Leinwand oder Malpappe aufgetragen habe. Ostsee-Sand habe ich mit Acrylbinder und Pinsel auf der Leinwand vorbereitet und durch Klopfen der Leinwand strukturiert. Marmormehl und Fliesenkleber konnte ich mit einem Spachtel auftragen und durch die Dicke des Auftrags die Unterschiede der Trocknungsrisse beeinflussen. Diese Strukturmittel wurden nach dem Trocknen mit Acrylfarbe vollkommen unterschiedlich bearbeitet, was ich über verschiedene Formate der Bildträger variiert habe.
Mit Blick auf die Ostsee habe ich beim Arbeiten in die stündlich wechselnden Farben am Strand, im Wasser und Himmel eintauchen können. Das habe ich auch fotografisch in den Pausen eingefangen und die faszinierenden Farben finden sich in den Struktur-Arbeiten wieder. So sind alle Tageszeiten vom klaren, blauen Morgen über wolkige, pastellfarbene Mittagszeiten bis zum warmen, roten Sonnenuntergang in den Arbeiten zu sehen und deren Farben ich durch einen lasierenden, halbdeckenden oder cremig festen Farbauftrag entsprochen habe.
Vier Arbeiten waren in der Ausstellung "Jupiter" vom 18.7.2023 bis 25.7.2023 in der Hamburger City im ehemaligen Karstadt-Haus zu sehen.