Serie Malerische Spiegelung
Malerische Spiegelung #1
10/2022, Acryl auf Foto-Leinwand, 60 x 60 cm
Foto: Insel Fehmarn, 5/2022
unverkäuflich
Malerische Spiegelung #2
10/2022, Acryl auf Foto-Leinwand, 60 x 60 cm
Foto: Insel Fehmarn, 5/2022
Malerische Spiegelung #3
6/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 60 x 60 cm
Foto: Insel Fehmarn, 5/2022
Malerische Spiegelung #4
6/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 60 x 60 cm
Foto: Insel Fehmarn, 5/2022
Malerische Spiegelung #5
6/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 60 x 60 cm
Foto: Insel Fehmarn, 5/2022
Malerische Spiegelung #6
6/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 60 x 60 cm
Foto: Insel Fehmarn, 5/2022
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Malerische Spiegelung #7
6/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 60 x 60 cm
Foto: Kellenhusen, 5/2023
Malerische Spiegelung #8
7/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 80 x 80 cm
Foto: Fähre Travemünde - Trelleborg, 7/2022
Malerische Spiegelung #9
7/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 80 x 80 cm
Foto: Insel Fehmarn, 5/2022
Malerische Spiegelung #10
7/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 20 x 20 cm
Schattenfugen-Rahmen, Holz weiß lasiert, 24 x 24 cm
Malerische Spiegelung #11
7/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 20 x 20 cm
Schattenfugen-Rahmen, Holz weiß lasiert, 24 x 24 cm
Malerische Spiegelung #12 SOLD auf der HAAM#4
10/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 80 x 80 cm
Foto: Hochsee, Fähre Travemünde - Trelleborg, 8/2022
Malerische Spiegelung #13
11/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 80 x 80 cm
Foto: Hochsee, Fähre Travemünde - Trelleborg, 8/2022
Malerische Spiegelung #14
11/2024, Acrylfarbe auf Foto-Leinwand, 80 x 80 cm
Foto: Hochsee, Fähre Travemünde - Trelleborg, 8/2022
Über die Serie "Malerische Spiegelung"
deutsch
Die Serie „Malerische Spiegelungen“ entspringt einer tiefen, persönlichen Verbindung zur Ostsee, an deren Strände sich die Wohlfühlorte der Künstlerin befinden. Die Fotografien wurden von Heike Kirsch auf Fehmarn, in Kellenhusen und während Fährfahrten zwischen Travemünde und Trelleborg in den Jahren 2022 und 2023 erstellt. Es sind mehr als nur dokumentarische Momentaufnahmen, denn sie zeigen emotionale, unmittelbare Erfahrungen mit Wind, Licht, Sand, Wasser und nähren sich von besonderen Momenten mit anderen Menschen, mit denen sie dort gemeinsame Zeit verbracht hat.
Die Serie „Malerische Spiegelungen“ steht exemplarisch für eine künstlerische Praxis, die sich im Spannungsfeld zwischen ästhetischer Erfahrung, kritischem Bewusstsein und ökologischer Verantwortung bewegt. Ausgehend von den Fotografien, die Heike Kirsch auf Leinwand drucken lässt, hat die Künstlerin ein hybrides Werkformat entwickelt, das Fotografie und Malerei zu einem visuell wie inhaltlich vielschichtigen Dialog verbindet. Die digitalen Fotos werden bewusst nicht nachbearbeitet - lediglich für Leinwand-Drucke wählt die Künstlerin quadratische Bildausschnitte, um mit klassischen Sehgewohnheiten in der Landschaftsfotografie zu brechen. Der malerische Eingriff erfolgt mit Acrylfarben und Spachtel oberhalb der Horizontlinie und erzeugt eine abstrakte Spiegelung des Meeres und des Strandes, wodurch die oberflächliche Harmonie der Landschaftsfotografie aufbricht. Farbe, Struktur und Bewegung dominieren die Komposition und verdrängen Weite, Perspektive und Sehnsucht. Die Künstlerin setzt der beliebigen Küstenromantik eine expressive Dynamik entgegen und hinterfragt so die verklärte Betrachtung der Ostsee, während von diesem Ökosystem unsere eigene Gesundheit abhängt.
Diese ästhetische Brechung ist kein Zufall, sondern Teil einer künstlerischen Haltung, die sich im Kontext der zeitgenössischen Kunst als Beitrag zum Planetary Healing verorten lässt. Die Zerstörung des vermeintlich idyllischen Ostsee-Bildes, das ungezählte Male fotografiert und reproduziert wurde, wird zur Metapher für die Zerstörung maritimer Ökosysteme. Als NABU-Meeres-Patin ist die Künstlerin mit dem kritischen Zustand der Ostsee vertraut, wodurch ihr künstlerisches Arbeiten auch zu einem Akt des Bewusstseins, der Reflexion und des Widerstands wird, wobei sie sich ihrem eigenen Anteil in verschiedenen Lebensbereichen stellt. In einer Zeit, in der ökologische Krisen oft abstrakt und distanziert erscheinen, eröffnen diese Werke einen emotionalen Zugang: Sie stören Sehgewohnheiten, berühren über die gebrochene Schönheit und fordern neue Perspektiven auf unsere Beziehung zur Natur. Der malerische Prozess wird dabei selbst zur Handlung des Innehaltens und Umdeutens. In der Spannung zwischen Bewahren und Verändern, zwischen Verbundenheit und Irritation liegt die Kraft dieser Arbeiten: Sie laden ein, die Ostsee als faszinierenden und vielfältigen Lebensraum zu betrachten und sich mit ihr schützend zu verbinden und aktiv zu werden.