ART LAB: "Finding The Third Dimension"
17. März bis 21. März 2026 - Hamburg Mönckebergstraße
ART LAB: "Finding The Third Dimension"
Über 150 Kunstwerke aus fast 5 Jahren Selbststudium der Bildenden Kunst - präsentiert in einem besonderen Raum an einem öffentlichen Platz - interaktiv, immersiv und experimentell.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag: 12 Uhr bis 17 Uhr
Pop-Up-Space "Satellit" mit 103 qm Ausstellungsfläche in 7 Baustellen-Containern
Mönckebergstraße 3, 20095 Hamburg - die "größte Einkaufsstraße in Hamburg" - am hochfrequentierten Übergang vom Hauptbahnhof zur Mönckebergstraße, vis-a-vis zum ehemaligen Kreativplaneten Jupiter und zum Saturn.
Förderung: Der Pop-Up-Raum wird gefördert durch die Hamburg Kreativ Gesellschaft. Die Fläche wird durch die Zusammenarbeit zwischen Tishman Speyer und der Hamburg Kreativ Gesellschaft ermöglicht.
Dokumentation ART LAB "Finding The Third Dimension"
von links nach rechts: Thorsten Kirsch (Bildender Künstler), Heike Kirsch (Bildende Künstlerin), Dr. Katja Wolfram (Hamburg Kreativ Gesellschaft, Leitung des Bereichs Immobilien und Stadtentwicklung), Malte Koch (Hamburg Kreativ Gesellschaft, Projektassistent Immobilien und Stadtentwicklung), Jean Rehders (Hamburg Kreativ Gesellschaft, Leitung Kommunikation)
17. März 2026 um 11 Uhr - Hamburg Mönckebergstraße
NDR Dreh für das Hamburg Journal
Anna Leusch (NDR) stellt in der Rubrik Wetter den "Satellit" Pop-Up-Space der Hamburg Kreativ Gesellschaft vor.
Fotos und Grundriss: Hamburg Kreativ Gesellschaft
Ausstellungstext:
ART LAB: Finding the Third Dimension
Ein Ausstellungsprojekt von Heike Kirsch
Kontext und Ort
Vom 17. bis 21. März 2026 realisiert die Hamburger Künstlerin Heike Kirsch das Projekt Art Lab: Finding the Third Dimension im Pop-Up-Space „Satellit“ auf der Mönckebergstraße 3 in Hamburg.
Der temporäre Ausstellungsort besteht aus sieben miteinander verbundenen Baustellen-Containern auf 103 Quadratmetern. Die Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hamburger Hauptbahnhof, neben einer Großbaustelle und in einem der meistfrequentierten Abschnitte der Innenstadt. Gefördert wird das Projekt durch die Hamburg Kreativ Gesellschaft, die mit dem Pop-Up-Space „Satellit“ künstlerische Interventionen im urbanen Kontext ermöglicht. Die räumliche Situation – Containerarchitektur, Baustelle, Konsumumfeld und Transit – ist nicht bloßer Rahmen, sondern integraler Bestandteil der künstlerischen Konzeption.
Labor und Werkschau
Der Titel Art Lab verweist auf einen experimentellen Ansatz. „Labor“ bedeutet hier: Untersuchung, Versuchsanordnung, Prozessoffenheit. Die Ausstellung ist zugleich experimenteller Raum und konzentrierte Werkschau. Gezeigt werden Arbeiten aus viereinhalb Jahren intensiven Selbststudiums der Bildenden Kunst. Malerei, Fotografie, Mixed Media, Monotypie und Installation dokumentieren eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Raum, Struktur und Material und markieren einen aktuellen künstlerischen Standpunkt. Die Ausstellung zeigt nicht nur Ergebnisse, sondern macht Entwicklungsprozesse sichtbar.
Kunsthistorischer Bezugsrahmen
Die Frage nach der „dritten Dimension“ ist kunsthistorisch tief verankert. Seit den frühen Avantgarden wird die Zweidimensionalität des Bildes systematisch hinterfragt: Der Konstruktivismus verstand das Bild als strukturelles Gefüge und löste es aus illusionistischer Tiefendarstellung. Die Minimal Art überführte das Kunstwerk konsequent in reale Raumkörper und bezog den Betrachter in die räumliche Erfahrung ein. Die Arte Povera betonte Materialität, Prozess und Kontext als eigenständige Bedeutungsträger. Finding the Third Dimension steht in dieser Traditionslinie. Die Ausstellung versteht die dritte Dimension nicht als perspektivische Illusion, sondern als physische, materielle und erfahrbare Realität.
Raum als Material
Im Zentrum steht die Erweiterung der Bildfläche in den Raum. Schichtungen, transparente Überlagerungen, Reliefstrukturen, Verdichtungen und modulare Elemente erzeugen visuelle und materielle Tiefe. Die Fläche wird nicht als abgeschlossene Ebene verstanden, sondern als Übergang. Die Architektur der Baustellen-Container fungiert als strukturelles Raster: Enge Durchgänge, Modulare Sequenzen, Sichtbare Konstruktionen, Industrielle Oberflächen, Blickachsen und Durchblicke. Der Weg durch die Container wird zur räumlichen Komposition. Wahrnehmung ist positionsabhängig; jede Bewegung verändert die Arbeit. Raum wird nicht dargestellt, sondern hergestellt.
Zwei Pole: Spiritueller Raum im urbanen Transit
Eine zentrale Achse bilden zwei großformatige Arbeiten, die jeweils an den Stirnseiten der Container installiert sind. Diese Werke waren zuletzt im Altarraum einer Hamburger Kirche zu sehen. Dort standen sie in einem sakralen Kontext architektonischer Konzentration. In der industriellen Containerarchitektur verschiebt sich ihre Wirkung: Zwischen Baustelle, Einkaufsstraße und Pendlerströmen entsteht ein bewusst gesetzter Raum der Verdichtung. Die Arbeiten definieren eine kontemplative Insel innerhalb eines urbanen Transitraums. Sakrale Konzentration transformiert sich in öffentliche Reflexion.
Urbaner Kontext als Erweiterung
Baustelle und Labor teilen eine strukturelle Logik: Beide markieren Übergang, Transformation und Offenheit. Die Lage an einer Großbaustelle verstärkt das Motiv des Prozesses. Zwischen Konsum, Stadtentwicklung und täglicher Mobilität entsteht ein temporärer Ort konzentrierter Wahrnehmung. Mit der Platzierung nahe eines der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Norddeutschlands richtet sich das Projekt bewusst an ein breites Publikum: Passantinnen und Passanten, Berufspendler, Touristinnen und Touristen und Kunstinteressierte. Die Ausstellung versteht sich als künstlerische Intervention im öffentlichen Stadtraum.
Künstlerische Position
Heike Kirsch lebt und arbeitet in Hamburg. Ihre abstrakte Praxis untersucht die Beziehung von Fläche, Material und Raum. Kunsthistorisch bewegt sich ihre Arbeit im Spannungsfeld zwischen konstruktiver Bildauffassung, objektbezogener Reduktion und materialorientierter Prozesshaftigkeit. Malerei verbindet sich mit fotografischer Dokumentation, experimentellen Drucktechniken und installativen Elementen. Ausstellungssituationen werden als konzeptionelle Erweiterung der Werke begriffen. Architektur, Kontext und Bewegungsführung sind aktive Bestandteile der künstlerischen Arbeit. Ihre Projekte bewegen sich zwischen urbanen Übergangsräumen und sakralen Kontexten und thematisieren die Wechselwirkung von Materialität, Transzendenz und Öffentlichkeit.
(Text von Heike Kirsch mit freundlicher Unterstützung von ChatGPT am 3.3.2026)
Pressetext
Art Lab: Finding the Third Dimension
Ein Ausstellungsprojekt von Heike Kirsch
17. März bis 21. März 2026
Öffnungszeiten:
- Dienstag/Mittwoch/Donnerstag: 14 Uhr bis 19 Uhr
- Freitag/Samstag: 10 Uhr bis 15 Uhr
In dem Ausstellungsprojekt verbindet die Hamburger Künstlerin Labor und Werkschau. Sie erweitert abstrakte Kunst in den realen Raum, knüpft an kunsthistorische Raumexperimente an, integriert Architektur als künstlerisches Material und transformiert den "Satelliten" im urbanen Transitraum in einen Ort konzentrierter Wahrnehmung. Sie zeigt die „dritte Dimension“ als physische wie konzeptuelle Tiefe im Zusammenspiel von Werk, Raum und Betrachter*in.
Der Satellit Pop-Up-Space wird gefördert durch die Hamburg Kreativ Gesellschaft.
Der Eintritt ist kostenlos.
Mehr Informationen auf der Webseite des Ausstellungsprojektes: