Die Serie thematisiert nicht nur flüchtige urbane Wahrnehmung aus einem fahrenden Zug, sondern auch die Transformation digitaler Bilder in ein materielles, räumlich erfahrbares Bildobjekt in denen sich Fotografie, Malerei und teilweise materielle Spur überlagern. Hierbei stand die Transformation einer digitalen Fotografie über das ausgewählte analoge Druckverfahren zu einem sinnlich erfahrbaren und einzigartigen Kunstwerk im Vordergrund.​​​​​​​
Druckverfahren:
Entscheidend für die Wirkung der Bilder ist die bewusste Transformation der digitalen Fotografien in den analogen Druckprozess. Der Tintenstrahl-Druck auf rauem Fabriano-Papier dient nicht der technisch perfekten Reproduktion der digitalen Dateien, sondern ihrer Transformation bzw. einer materiellen Übersetzung. Durch die Wechselwirkung von Tinte, Papierstruktur und Druckprozess verlieren die Bilder ihre digitale Glätte und entwickeln eine weiche, beinahe pigmenthafte Oberflächenwirkung.
Auch die Eigenheiten des Druckprozesses – minimale Abweichungen in Tintenverteilung, Papieraufnahme und Blattführung – werden Teil der ästhetischen Aussage. Gerade die leichten Unschärfen im Tintenauftrag verstärken die atmosphärischen Übergänge von Licht, Spiegelung und Bewegung. Durch die Wechselwirkung von Tinte, Papierstruktur und Drucktechnik verändert sich die Bildoberfläche sichtbar: Konturen werden weicher, Tonwertübergänge diffuser und die fotografische Schärfe verliert zugunsten einer malerischen Materialität an Dominanz. Die Arbeiten bewegen sich dadurch bewusst im Zwischenraum von Fotografie und Malerei. Die Motive bleiben fotografischen Ursprungs, erhalten im Druck jedoch eine körperliche Materialität und eine stille räumliche Präsenz.​​​​​​​
Die leichte Unschärfe des Tintenauftrags und die physische Struktur des Papiers schließen die Lücke zwischen Fotografie und Malerei. ​​​​​​​Durch das Zusammenspiel von Tinte, Papierstruktur und Druckprozess verlieren die Bilder ihre technische Glätte und entwickeln eine weiche, beinahe pigmenthafte Oberflächenwirkung. Das Motiv bleibt fotografischen Ursprungs, wird im Druck jedoch zu einem eigenständigen analogen Werk mit körperlicher Präsenz. Jeder Druck trägt dabei minimale Spuren des Herstellungsprozesses – bedingt durch Tinte, Blattführung und den verwendeten Drucker – und besitzt dadurch innerhalb der Auflage einen individuellen Charakter. Jeder Druck besitzt innerhalb der Auflage eine eigene materielle Erscheinung und versteht sich nicht als identische Vervielfältigung, sondern als eigenständiges analoges Werk.​​​​​​​
On the train #1 bis #3
Bildbeschreibungen:
Die dreiteilige Arbeit On the train #1bis #3 (Neue Elbbrücke) zeigt Variationen desselben Motivs: die Neue Elbbrücke in Hamburg, fotografiert aus einer fahrenden S-Bahn zwischen Harburg und Hauptbahnhof. Alle drei Aufnahmen entstehen aus derselben Situation heraus – durch die Fensterscheibe der S3, im Nebel, begleitet von Lichtreflexen der Innenbeleuchtung und den leichten Bewegungsunschärfen der Fahrt.
Trotz des gemeinsamen Ausgangspunktes entwickelt jedes Bild eine eigene atmosphärische Gewichtung. In den ersten beiden Arbeiten erscheint die Brücke beinahe entmaterialisiert; ihre geschwungenen Stahlbögen lösen sich im Nebel fast vollständig auf und werden zu reduzierten linearen Strukturen innerhalb einer großflächigen, hellen Bildzone. Im dritten Bild tritt zusätzlich eine Uferlandschaft mit Bäumen hervor, deren dunklere Spiegelungen dem Motiv eine stärkere räumliche Verankerung verleihen.
Die Serie lebt von minimalen Verschiebungen: Nebeldichte, Blickwinkel, Reflexionen und Bewegung verändern die Wahrnehmung des nahezu identischen Motivs kontinuierlich. Dadurch entsteht keine dokumentarische Abfolge, sondern eine Serie flüchtiger Zustände zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden.
Die reduzierte Farbigkeit aus kühlen Grau-, Weiß- und leicht violett getönten Nuancen verstärkt die stille und entrückte Atmosphäre. Architektur, Wasser, Spiegelung und Nebel gehen ineinander über und erzeugen eine Bildsprache, die sich zwischen Fotografie und malerischer Abstraktion bewegt.​​​​​​​
Raumwirkung:
In der Präsentation mit Passepartout und Rahmen entfaltet die Serie eine ruhige, meditative Raumwirkung. Die gleichmäßige Hängung der drei Arbeiten erzeugt einen rhythmischen Bildfluss, der die Bewegung der Zugfahrt visuell fortsetzt. Die Wiederholung des Motivs bei gleichzeitiger Veränderung der atmosphärischen Bedingungen erzeugt eine langsame, beinahe filmische Wahrnehmung.
Die großen hellen Flächen öffnen den Raum optisch und wirken beinahe wie Lichtfelder innerhalb der Wand. Zugleich ziehen die feinen Unterschiede zwischen den Arbeiten den Blick näher heran. Erst bei längerer Betrachtung treten Brückenkonstruktion, Wasseroberflächen, Spiegelungen und Lichtreflexe deutlicher hervor. Die Serie fordert dadurch eine verlangsamte Form des Sehens.
Das Passepartout verstärkt die Wirkung der Bilder als fragile Wahrnehmungsräume. Zwischen Rahmen, Weißraum und Motiv entsteht eine zusätzliche Distanz, die die Flüchtigkeit der Aufnahmen betont. Die Arbeiten erscheinen weniger als klassische Fotografien denn als stille Bildobjekte, deren Präsenz sich erst allmählich entfaltet.
On the train #1 (Neue Elbbrücke)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Detail-Ansichten On the train #1 (Neue Elbbrücke) und Insitu-Bilder
On the train #2 (Neue Elbbrücke)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Detail-Ansichten On the train #2 (Neue Elbbrücke) und Insitu-Bilder
On the train #3 (Neue Elbbrücke)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Detail-Ansichten On the train #3 (Neue Elbbrücke) und Insitu-Bilder
On the train #4 bis #6
Bildbeschreibung:
Die dreiteilige Arbeit On the train #4 bis #6 (S-Bahn-Station Veddel) zeigt drei Fotografien, aufgenommen während der Fahrt mit der S-Bahn zwischen Harburg und Hauptbahnhof. Die Bilder entstehen durch die Fensterscheibe der fahrenden S3 hindurch und sind von Bewegungsunschärfen, Lichtreflexen der Innenbeleuchtung sowie einem grünen Tag geprägt, der sich außen auf dem unteren Teil der Scheibe befindet. Diese Überlagerungen werden nicht verborgen, sondern bewusst als Teil der Bildstruktur sichtbar gemacht.
In allen drei Arbeiten erscheinen wartende Personen als diffuse, schemenhafte Silhouetten innerhalb eines instabilen urbanen Raumes. Bahnsteig, Glasflächen, Lichtquellen und Spiegelungen verschmelzen miteinander und lösen die klare Trennung zwischen Innen- und Außenraum auf. Die Figuren bleiben anonym und körperlos; sie erscheinen weniger als Individuen denn als flüchtige Erscheinungen innerhalb eines Transitraums.
Der grüne Tag auf der Fensterscheibe verändert die Wahrnehmung der unteren Bildbereiche wesentlich. Die Farbe legt sich wie ein halbtransparenter Schleier über die Fotografien und erzeugt eine zusätzliche malerische Ebene zwischen Blick und Motiv. Dadurch wird die Sicht nicht nur dokumentiert, sondern materiell und subjektiv gefiltert. Die Fotografien zeigen nicht den Bahnsteig selbst, sondern die Erfahrung des Sehens durch eine bewegte, verschmutzte und markierte Oberfläche.
Zwischen den drei Arbeiten entstehen subtile Verschiebungen: In #4 verteilen sich die Figuren offener im Raum und lösen sich stärker im Licht auf. In #5 verdichtet sich die räumliche Struktur durch deutlichere vertikale Elemente und stärkere Überlagerungen. In #6 tritt eine zentrale Figur aus der Gegenlichtsituation hervor und erzeugt eine konzentriertere Spannung innerhalb der diffusen Bildfläche.
Die Farbigkeit bleibt insgesamt reduziert und bewegt sich zwischen gedämpften Grün-, Blau-, Grau- und Weißtönen. Licht, Reflexion, Tag und Bewegungsunschärfe verwandeln die Fotografien in atmosphärische Bildräume zwischen Wahrnehmung, Erinnerung und malerischer Abstraktion.
Raumwirkung:
In der horizontalen Präsentation mit Passepartout und weißen Rahmen entfaltet die Serie eine ruhige, zugleich immersive Präsenz im Raum. Die lineare Hängung erzeugt einen rhythmischen Bildfluss von links nach rechts und erinnert an die kontinuierliche Wahrnehmung während einer Zugfahrt. Die drei Arbeiten erscheinen wie aufeinanderfolgende visuelle Fragmente eines vorbeiziehenden Moments.
Die großzügigen Passepartouts verstärken die Distanz zwischen Motiv und Umgebung und betonen die Fotografien als fragile Wahrnehmungsräume. Die weißen Rahmen unterstützen die helle, diffuse Atmosphäre der Bilder und verleihen ihnen eine schwebende Leichtigkeit. Gleichzeitig ziehen die dunkleren, grün überlagerten unteren Bildzonen den Blick wieder in die Materialität der Oberfläche zurück.Besonders wesentlich ist die Wirkung des grünen Tags auf der Fensterscheibe. Er fungiert nicht allein als urbanes Detail, sondern als zusätzliche Bildebene, die sich zwischen Betrachter und Motiv schiebt. Dadurch entsteht eine komplexe räumliche Überlagerung aus Außenwelt, Spiegelung, Bewegung und materieller Spur. Die Fotografien dokumentieren nicht nur einen Ort, sondern den Prozess des Sehens selbst.
On the train #4 (S-Bahn-Station Veddel)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar, Passepartout von Nielsen: schwarz, 40 x 50 cm
Detail-Ansichten On the train #4 (S-Bahn-Station Veddel) und Insitu-Bilder
On the train #5 (S-Bahn-Station Veddel)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar, Passepartout von Nielsen: schwarz, 40 x 50 cm
Detail-Ansichten On the train #5 (S-Bahn-Station Veddel) und Insitu-Bilder
On the train #6 (S-Bahn-Station Veddel)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage: 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar, Passepartout von Nielsen: schwarz, 40 x 50 cm
Detail-Ansichten On the train #6 (S-Bahn-Station Veddel) und Insitu-Bilder
Bildbeschreibungen: 
Die Serie On the train #7 bis #9 (Europabrücke, Süderelbe) zeigt drei Fotografien, aufgenommen während der Fahrt mit der S-Bahn zwischen Harburg und Hauptbahnhof. Die Arbeiten entstehen aus dem Blick durch die Fensterscheibe der fahrenden S3 und verbinden Fragmente der Europabrücke mit der nebelhaften Wasserlandschaft der Süderelbe. Reflexionen der Innenbeleuchtung, Bewegungsunschärfen und atmosphärische Überlagerungen bleiben bewusst sichtbar und prägen die Bildoberflächen wesentlich.
Die erste Arbeit (#7) zeigt eine diagonale Stahlkonstruktion der Brücke im linken Bildbereich, versehen mit einem farbigen Graffiti, das innerhalb der zurückgenommenen Farbpalette als markanter Akzent erscheint. Der übrige Bildraum öffnet sich in eine stille Nebellandschaft aus Wasser, Himmel und diffusem Horizont. Die mittlere Arbeit (#8) verdichtet die Brückenelemente zu einer nahezu symmetrischen Form. Die geschwungenen Stahlflächen rahmen einen hellen zentralen Raum und erzeugen eine abstrakte, beinahe skulpturale Komposition. Architektur verliert hier ihre funktionale Lesbarkeit und wird zu einer reduzierten Form aus Licht, Fläche und Bewegung. In der dritten Arbeit (#9) erscheint die Landschaft erneut weitgehend entleert. Ein dunkles Brückenelement am rechten Bildrand tritt der offenen Nebelfläche gegenüber und erzeugt eine asymmetrische Spannung zwischen massiver Konstruktion und atmosphärischer Auflösung.
Die Serie bewegt sich insgesamt zwischen fotografischer Beobachtung und malerischer Abstraktion. Wasser, Nebel, Stahl, Spiegelung und Bewegung verschmelzen zu stillen Bildräumen, in denen sich konkrete Realität und subjektive Wahrnehmung überlagern.
Raumwirkung:
In der horizontalen Präsentation mit Passepartout und weißen Rahmen entfaltet die Serie eine ruhige und zugleich präzise räumliche Wirkung. Die lineare Anordnung erinnert an die zeitliche Abfolge einer Zugfahrt und erzeugt einen kontinuierlichen visuellen Rhythmus von links nach rechts. Die Arbeiten erscheinen wie aufeinanderfolgende Wahrnehmungsfragmente eines vorbeiziehenden Raumes.
Die weißen Rahmen und Passepartouts verstärken die helle, reduzierte Bildwirkung und verleihen den Arbeiten eine schwebende Leichtigkeit. Zwischen Wandfläche, Weißraum und Motiv entsteht eine klare Distanzzone, die die Konzentration auf Atmosphäre, Licht und Materialität lenkt. Die Fotografien wirken dadurch weniger wie dokumentarische Abbilder als wie stille, fast meditative Bildobjekte.Besonders die Wechselwirkung zwischen den massiven Stahlformen der Brücke und den offenen Nebelräumen erzeugt eine subtile räumliche Spannung. Die dunklen Konstruktionen wirken körperlich und architektonisch, während die hellen Flächen optische Tiefe und Entgrenzung schaffen. Dadurch entsteht innerhalb der Serie ein Wechsel zwischen Verdichtung, Öffnung und erneuter Verdichtung.
On the train #7 (Europabrücke, Süderelbe)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5 verkauft über Singulart.com
Detail-Ansichten On the train #7 (Europabrücke, Süderelbe) und Insitu-Bilder
On the train #8 (Europabrücke, Süderelbe)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5 verkauft über Singulart.com
Detail-Ansichten On the train #8 (Europabrücke, Süderelbe) und Insitu-Bilder
On the train #9 (Europabrücke, Süderelbe)
2/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5 verkauft über Singulart.com
Detail-Ansichten On the train #9 (Europabrücke, Süderelbe) und Insitu-Bilder
Bildbeschreibung:
Die horizontale Hängung von „On the train #10 bis #12 (Europabrücke, Süderelbe)“ entfaltet ihre Wirkung als zusammenhängende Bildsequenz zwischen dokumentarischer Beobachtung und malerischer Abstraktion. Die drei Fotografien zeigen unterschiedliche Ausschnitte der Europabrücke über die Süderelbe, aufgenommen aus einer fahrenden S-Bahn heraus. Stahlträger, Nieten und Brückenelemente rahmen den Blick auf Wasser, Himmel und Uferlandschaft. Die Perspektiven wechseln von einer seitlichen Öffnung über eine nahezu symmetrische Mittelansicht bis zu einem Blick entlang der Konstruktion. Dadurch entsteht eine visuelle Bewegung, die den Eindruck des Vorbeifahrens fortsetzt und den seriellen Charakter der Arbeit betont.
Raumwirkung:
Die Raumwirkung der Gruppe entsteht aus dem Zusammenspiel von Wiederholung und Variation. Die weißen Passepartouts und Rahmen schaffen Distanz und Ruhe, während die Fotografien selbst durch ihre weichen Übergänge, Lichtreflexe und atmosphärischen Unschärfen eine offene, beinahe schwebende Bildtiefe erzeugen. Die horizontale Anordnung erweitert den Raum optisch, da die einzelnen Motive wie Fenster einer vorbeiziehenden Wahrnehmung erscheinen. Zwischen den Bildern entstehen gedankliche Übergänge; der Blick wandert von links nach rechts wie entlang einer filmischen Sequenz. Die ruhigen Blau-, Grau- und Grüntöne der Flusslandschaft kontrastieren mit den dunklen, graffitiüberzogenen Stahlflächen der Brücke und erzeugen eine Spannung zwischen technischer Konstruktion und flüchtiger Naturansicht.
Die sichtbaren Reflexionen der Innenbeleuchtung der S-Bahn sowie die Spiegelungen auf der Fensterscheibe überlagern die Außenwelt mit Spuren des Innenraums. Dadurch wird die Fotografie nicht zu einem klaren dokumentarischen Abbild, sondern zu einer vielschichtigen Wahrnehmungssituation. Die Bewegung des Zuges, das Durchqueren des Raumes und die technische Vermittlung durch Glas, Kamera und Druck bleiben im Bild präsent.
On the train #10 (Europabrücke, Süderelbe)
9/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5
Detail-Ansichten On the train #10 (Europabrücke, Süderelbe) und Insitu-Bilder
On the train #11 (Europabrücke, Süderelbe)
9/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5
Detail-Ansichten On the train #11 (Europabrücke, Süderelbe) und Insitu-Bilder
On the train #12 (Europabrücke, Süderelbe)
9/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5
Detail-Ansichten On the train #12 (Europabrücke, Süderelbe) und Insitu-Bilder
Bildbeschreibung:
Die horizontale Präsentation von „On the train #13 bis #15 (Station Hammerbrook)“ entwickelt eine dichte, fast filmische Raumwirkung, die von Überlagerung, Bewegung und Licht bestimmt wird. Die drei Fotografien zeigen keine klar lesbare Außenansicht mehr, sondern einen Zwischenzustand aus Spiegelung, Durchsicht und Reflexion. Die vorbeiziehende S-Bahn, die Fensterscheiben, die Innenbeleuchtung sowie Fragmente des Stadtraums verschmelzen zu einer instabilen Bildoberfläche. Dominant sind diffuse Rot-, Rosa- und Weißtöne, die den Arbeiten eine beinahe körperliche Wärme verleihen und zugleich an Farbfelder der Malerei erinnern.
Die Fenster und Türen der gegenüberliegenden Bahn erscheinen wie geometrische Formen innerhalb einer transluziden Fläche. Durch die Bewegungsunschärfe lösen sich die Konturen auf; Lichtstreifen, Spiegelungen und Farbschlieren überlagern sich. Einzelne Elemente – wie die spiegelverkehrte Schrift „Hamburg“ oder schemenhafte Architekturfragmente – tauchen nur kurz auf und verschwinden wieder im Bildfluss. Dadurch entsteht der Eindruck eines flüchtigen Sehens während der Fahrt: Die Fotografien dokumentieren weniger einen Ort als einen Wahrnehmungszustand zwischen Innen- und Außenraum.
Raumwirkung:
Die Raumwirkung der dreiteiligen Hängung entsteht wesentlich durch ihre serielle Struktur. Die Bilder funktionieren wie aufeinanderfolgende Filmstills eines Vorbeigleitens. Der Blick bewegt sich von Bild zu Bild und verfolgt minimale Verschiebungen in Farbe, Licht und Perspektive. Die weißen Passepartouts und Rahmen schaffen dabei eine ruhige architektonische Ordnung, die den vibrierenden, beinahe immateriellen Bildräumen gegenübersteht. Die Arbeiten öffnen den Raum nicht illusionistisch in die Tiefe, sondern erzeugen ein atmosphärisches Schweben zwischen Oberfläche und Durchblick.
On the train #13 (Station Hammerbrook)
9/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5
Detail-Ansichten On the train #13 (Station Hammerbrook) und Insitu-Bilder
On the train #14 (Station Hammerbrook)
9/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, 29,7 x 42 cm), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5
Detail-Ansichten On the train #14 (Station Hammerbrook) und Insitu-Bilder
On the train #15 (Station Hammerbrook)
9/2025 Digital-Foto (iPhone XR, unbearbeitet), Tintenstrahl-Druck auf Fabriano Papier (250 Gramm, A3), Motiv: 28,7 x 37,7 cm, Auflage 5, 1 Künstlerinnen-Exemplar
Exemplar 1/5
Detail-Ansichten On the train #15 (Station Hammerbrook) und Insitu-Bilder
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