MALEREI.PORTFOLIO

- Kleinserie "Hamburgensien" -

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- Kleinserie "Hamburgensien" -

Meine ersten Hamburgensien
Die Frage nach der Einbindung von Methoden, Techniken und Werkzeugen aus meinem bisherigen Arbeitsleben beschäftigt mich auch in der Serie Hamburgensien. Neben dem Tintenstrahldrucker für den Ausdruck meiner 20 Jahre alten Hafen-Fotos kommt nun auch ein iPad mit dem Programm Procreate für die Bildkomposition zum Einsatz sowie ein iMac für das Matching der Hafen-Fotos mit den Aquarell-Landschaften, die ich mit meinem iPhone digitalisiert habe. 
Das Arbeiten mit digitalen Hilfsmitteln verbindet mich unmittelbar mit meiner strukturierten und Qualitäts-orientierten Arbeitsweise aus meinem bisherigen Berufsleben, was ich im kreativen Prozess nur teilweise auflösen konnte.
Ich habe zwei Landschaftsarbeiten mit Aquarellfarben hergestellt und diese halbiert, da ich das Hochformat bei Landschaftsarbeiten sehr interessant finde, wie ich es bereits in meiner Serie "Horizonte im Hochformat" bearbeitet habe. Vor 20 Jahren habe ich mit meiner ersten Digital-Kamera sehr viel im Hamburger Hafen fotografiert und gern schwarz-weiße Fotos entwickelt, von denen ich 6 Motive ausgewählt habe. Auf dem iMac habe ich alle 24 Kombinationen digital durchgespielt und die Varianten ausgewählt, die den Vorstellungen von meinen Hamburgensien im Jahr 2024 entsprachen. 
Die technischen Beschränkung beim Drucken auf maximal A3 hat sich maßgeblich auf die Bildkomposition ausgewirkt, da ich einen Foto-Druck nur teilweise auf den Bogen montieren konnte. Die schwarz-weiß Fotografien habe ich auf A3 als Druckvorlage angepasst und anschließend auf Normalpapier spiegelverkehrt ausgedruckt. Die Montage der ausgedruckten Fotografien auf die Aquarell-Arbeiten habe ich in einem Transferverfahren mit Decoupage-Lack durchgeführt und habe dann das Papier wieder unmittelbar mit den Händen bearbeitet, um den Papierträger von dem Motiv zu lösen.
Die händische Arbeit mit Wasser und das Ablösen der Papierschichten in der Oberfläche erinnerte mich an eine moderne Archäologie und hat nach einer skeptischen Eingewöhnungsphase und der Frage, nach dem meinem Kunstbegriff, sehr lebendig angefühlt und Spaß gemacht. Dabei konnte ich erneut feststellen, dass meine Hände ihre eigene Wirksamkeit haben und die kleinsten Unebenheiten selbstständig bearbeiten können, nachdem ich den Prozess nicht mehr mit dem Kopf steuern wollte.​​​​​​​
Die orangefarbenen Punkte habe ich mit verschiedenen Hilfsmitteln erstellt (Fußmatte, Spülbeckeneinlage und Schablone mit geometrischen Formen).
Hamburger Hafen eins, 1/2024, Mixed Media auf Papier, 53 x 39 cm
Hamburger Hafen zwei, 1/2024, Mixed Media auf Papier, 53 x 39 cm
Hamburger Hafen drei, 1/2024, Mixed Media auf Papier, 53 x 39 cm
Hamburgensie vier, 1/2024, Mixed Media auf Papier, 53 x 39 cm

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